black friday Deutschland

Fakten zum Schwarzen Freitag in Deutschland

Der Schwarze Freitag ist in den Vereinigten Staaten als ein Tag mit lächerlichen Preisnachlässen und atemberaubend langen Schlangen vor den Geschäften bekannt. Dieser Tag wurde auch in andere Länder exportiert, darunter auch in europäische Länder. Vor allem Online-Shops bieten auch hier große Rabatte an. Der Schwarze Freitag heißt „schwarz“ wegen der großen Gewinne (der „schwarzen Zahlen“), die Unternehmen an diesem Tag machen. Aber der Schwarze Freitag war nicht immer ein Tag des übermäßigen Konsums – ganz im Gegenteil…

25. Oktober – Der Schwarze Freitag

Donnerstag, der 24. Oktober 1929, war der Beginn der Weltwirtschaftskrise, der Großen Depression. Die Börse in New York stürzte ab und stürzte auch an den folgenden Tagen weiter ab. Am 29. Oktober wurden daraus die Weltnachrichten, bekannt als Schwarzer Dienstag. Gut, es gibt viele schwarze Tage hier, aber wo ist der Freitag?

Deutschland liegt in einer Zeitzone, die den Vereinigten Staaten voraus ist, und 6 Stunden vor New York. An jenem Donnerstag, dem 24. Oktober, als der Markt zusammenbrach, war es in Deutschland bereits Freitag, weil es nach Mitternacht war. Daher ist dieser Schwarze Donnerstag, der den Beginn der größten Finanzkrise des 20. Jahrhunderts einläutete, in Deutschland als Schwarzer Freitag bekannt. Der Börsensturz hatte auch einen großen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft. Erst 1936 erreichte Deutschland wieder Vollbeschäftigung, allerdings mit niedrigen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen.

Schwarzer Freitag in Deutschland

Den anderen Schwarzen Freitag, den wir jetzt alle so gut kennen, gibt es natürlich auch in Deutschland. Es gibt viele Angebote und sogar Websites, auf denen man sich informieren kann, wo man die besten Angebote bekommt.

Wenn Sie den Reichtum der deutschen Schnäppchen und Werbekampagnen finden wollen, ist diese Website ein guter Anfang. Sie listet verschiedene Black Friday-Angebote auf, die in verschiedenen Geschäften erhältlich sind. Wie überall in diesen Tagen hat sich auch in Deutschland der Black Friday zu einem wochen- oder sogar monatelangen Ereignis entwickelt. So gibt es zum Beispiel die Black Friday Week oder die Black Week. Und ja, Sie werden es immer nur auf Englisch sehen – Schwarze Woche klingt einfach dunkel und deprimierend.

Laut Statista sind es vor allem Elektronikartikel sowie Mode und Accessoires, die zusammen die Hälfte der Schnäppchenkäufe rund um den Black Friday ausmachen. Werfen wir also einen Blick auf diese Kategorien.

In Anspielung auf den 2020-Blues listet Samsung seine Angebote mit der Überschrift Dieses Jahr braucht bunte Deals und so wird aus ’20 doch noch was! (So wird aus 2020 doch noch was!). Saturn, ein großer Elektronikmarkt, hat seine Geschichte mit Werbekampagnen. Er wurde wegen seines langjährigen Slogans Geiz ist geil kritisiert, da er die Verbraucher dazu ermutigte, nur auf den niedrigsten Preis zu achten, was es für kleinere Wettbewerber schwierig machte. Aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal. Die Einstellung des Unternehmens hat sich auf jeden Fall geändert, denn es wirbt jetzt nur noch mit „Die besten Angebote des Jahres“.

Otto ist ein Eckpfeiler des deutschen Online-Shoppings. Berühmt ist das Unternehmen für seinen Ottokatalog, einen riesigen Katalog mit allen möglichen Produkten, die telefonisch oder online bestellt werden können. Er bietet Elektronik, Haushaltswaren, Möbel, Mode und mehr. Wie viele andere Dinge auch, ist das meiste davon heute online erhältlich. Auf der Website hat Otto eine eher unauffällige Black-Friday-Deals-Rubrik – aber immerhin gibt es dort Angebote für viele verschiedene Produkte!

Kritik

Doch auch in Deutschland gibt es Kritik am Schwarzen Freitag. Manche sagen, es sei nur eine Rabattschlacht, die dazu verleitet, Dinge zu kaufen, die niemand braucht. Und das wiederum kann dazu führen, dass man weniger glücklich ist, als man es vor dem Kauf des neuen, glänzenden Artikels war! Und viele Menschen sind einfach nur genervt von all den belebten Straßen und den langen Schlangen überall. Wie Vicky Isabelle Bargel, Redakteurin bei t3n, einer deutschen Tech-Nachrichtenseite, es ausdrückt: Des einen Schnäppchenmarathon ist des anderen Shoppinghölle.

Frau Bargel sagt in ihrem Kommentar, sie halte die Konsumkritik für arrogant. Es wäre abgehoben, die Schnäppchenjäger zu kritisieren, denn „nicht jeder kann es sich in der Vorweihnachtszeit leisten, auf Angebote zu verzichten“, sagt sie.

Einig sind sich jedoch alle, dass es keine schlechte Idee ist, den Kaufrausch zu vermeiden und auf die Schnäppchen zu achten, die eigentlich keine sind!

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About the Author

Emlin Sachs

Emlin Sachs ist eine in Frankfurt ansässige freiberufliche Autorin, die sich auf persönliche Finanzen, Kleinunternehmen, allgemeine Geschäfte und Reisen spezialisiert hat. Ihre Arbeiten erschienen in FAZ, DailyFinance.com, Newsday, Black Enterprise, Süddeutsche Zeitung und andere.